Lenz ist auf der Reise in das kleine Bergdorf Waldbach (in Wirklichkeit Waldersbach) zum Pfarrer Oberlin. Der Weg führt ihn durch das winterliche Gebirge, dessen Unwirtlichkeit und Kälte er nicht spürt. Das Gefühl für Raum und Zeit geht Lenz verloren, er hört die Stimmen der Felsen, sieht die Wolken jagen und in der Sonne ein gleißend Schwert, das die Landschaft schneidet. Die eigene völlige Erschöpfung dringt nicht mehr in sein Bewusstsein, sondern wird Teil des Weltalls, Ausgangspunkt kürzester Augenblicke höchster Glücksgefühle und langer Phasen der Gleichgültigkeit. Der Abend bringt ihm Einsamkeit und Angst, seine Schritte werden ihm wie Donnergrollen, es ist ihm, als jage der Wahnsinn auf Rossen hinter ihm.
Als er im Dorf ankommt, heißt ihn Oberlin willkommen – dortiger Pfarrer und Kenner der Lenzschen Dramen. Im Pfarrhause nimmt Lenz die Gegenüber fast schmerzhaft überdeutlich wahr, doch nach und nach beruhigt er sich, eine kindliche Freude erwacht in ihm durch sein lebhaftes Erzählen aus der Heimat, das seine Gedanken weit fort in die Vergangenheit schickt.
Einen Rückfall erlebt er, als er sein einsames Zimmer in einem Schulgebäude bezieht, wo die Erinnerungen an den schönen Abend schnell wieder der unnennbaren Angst weichen – er ist voll Unruhe. Seine Wahrnehmung stabilisiert sich, als er sich Schmerzen zufügt und schließlich in den kalten Brunnen taucht – Handlungen des Instinktes, die ihn wieder zu sich kommen lassen.
Eine gewisse Ablenkung, einen Zustand des Erträglichen verschaffen ihm die Tage. Einem Theaterspiel gleich nimmt er die Menschen um sich und ihren Alltag wahr, wird als Begleiter Oberlins selbst zum Akteur, ohne in dieses Leben eintauchen zu können. Demgegenüber werden ihm die Nächte zur Qual: Seine Wahrnehmung löst sich von der Realität, macht sie zum Traum, der Alp des Wahnsinns setzt sich zu seinen Füßen. Doch Lenz lebt sich ein, erinnert sich an die Erlebnisse der Tage, schöpft Hoffnung.
In den nächsten Tagen verbessert sich sein Zustand. Lenz genießt die Nähe seines Seelsorgers Oberlin und empfindet die Natur und die Bewohner des Steintals als mächtige Ruhe. Dieses Empfinden wird für ihn zum Idealzustand. Doch mit einsetzender Dunkelheit überfallen ihn wieder Angstzustände und die Ahnung einer unabwendbaren Erkrankung verstärkt sich bei ihm. Lenz versucht sich Oberlin als Vorbild zu nehmen, die Natur als Geschenk Gottes anzusehen und die entstehenden Ängste mit Hilfe der Bibel abzuwenden. Er erkennt, dass dies seine letzte Möglichkeit zur Selbsttherapie ist, jedoch kann dieses „süße unendliche Gefühl des Wohls“ nur kurz anhalten und die Verzweiflung und das Selbstmitleid über seine Einsamkeit nehmen überhand.
Ein zentraler Moment der Erzählung ist Christof Kaufmanns Besuch. Im Gespräch über Kunst, im Speziellen über Shakespeare und Goethe, kann Lenz sich konzentrieren. Er spricht leidenschaftlich und gelöst. Nur in der Schriftstellerei kann Lenz seine Identität gewinnen, nicht aber in der Wirklichkeit. Als Kaufmann ihn auffordert, zu seinem Vater zurückzukehren, bricht er das Gespräch ab. Er empfindet den Aufenthalt in diesem kleinen Bergdorf als einzige Möglichkeit, sich vor seiner „Tollheit“ zu retten, in die ihn das bürgerliche Leben treiben würde. Am nächsten Tag brechen Oberlin und Kaufmann zu einer Reise in die Schweiz auf. Lenz begleitet sie ein Stück des Wegs. Auf seinem Heimweg übernachtet er im Dorf Fouday bei Leuten, wo ein todkrankes Mädchen im Fieber liegt. Wenig später erfährt er vom Tod eines kleinen Mädchens. Er fasst die fixe Idee, „wie ein Büßender“ mit aschebeschmiertem Gesicht nach Fouday zu pilgern und wie Jesus das Mädchen wieder zum Leben zu erwecken. Die Erfahrung, unfähig zu sein, sie wieder ins Leben zurückzuholen, treibt ihn zu wilden Gotteslästerungen und lässt ihn endgültig zum Atheisten werden: "Lenz musste laut lachen, und mit dem Lachen griff der Atheismus in ihn und fasste ihn ganz sicher und ruhig und fest."
Als Oberlin aus der Schweiz zurückkommt und den Geisteszustand von Lenz bemerkt, verweist er ihn an Jesus, denn dieser sei für die Vergebung der Abgefallenen gestorben. Nachdem Lenz Oberlin nach dem Zustand des "Frauenzimmers" fragt, worauf dieser ihm antwortet, dass er nichts wisse, gesteht Lenz den Mord an seiner Geliebten, die er wegen seiner Eifersucht und weil sie noch einen anderen liebte, getötet habe: "Verfluchte Eifersucht, ich habe sie aufgeopfert – sie liebte noch einen anderen – ich liebte sie, sie war´s würdig – o gute Mutter, auch die liebte mich. Ich bin ein Mörder." Dieser Mord ist nur ein Produkt von Lenz' Wahnvorstellungen. Von nun an gibt es nur noch kurze Momente, in denen Lenz bei klarem Verstand ist. Die Ruhe, die er „aus der Stille des Tales und der Nähe Oberlins“ geschöpft hat, wirkt nicht mehr auf ihn. Nach einem erneuten Selbstmordversuch lässt Oberlin Lenz nach Straßburg transportieren. Lenz reagiert nur noch mit Apathie und Leere. Die Abendlandschaft berührt ihn nicht mehr. Der berühmt gewordene Schlusssatz von Büchners Text lautet: „Er schien ganz vernünftig, sprach mit den Leuten; er tat Alles wie es die Anderen taten, es war aber eine entsetzliche Leere in ihm, er fühlte keine Angst mehr, kein Verlangen; sein Dasein war ihm eine notwendige Last – So lebte er hin.“
Karl Georg Büchner (* 17. Oktober 1813 in Goddelau, Großherzogtum Hessen; † 19. Februar 1837 in Zürich) war ein hessischer Schriftsteller, Naturwissenschaftler und Revolutionär. Er gilt trotz seines schmalen Werkes als einer der bedeutendsten Literaten des Vormärz.
乍一看這作品的浪漫主義顯示與想像並非想其他作品那麼明確清晰,讓人似乎找不到什麼是現實的什麼是想像的。但仔細看來又像其他浪漫主義的作品那樣特徵明確。比如LENZ對藝術的看法。 要理解這本書最關鍵的是要搞清楚LENZ的恐懼究竟是什麼。Georg Büchner對現實和想像是什麼態度...
评分有这一篇就足够了。贯穿我过去生命中的癫狂,反复,绝望,渎神,冷静与自嘲都在里面找到了共鸣。甚至向理想主义与直接的审美体验也投去了质疑的石块。蜻蜓点水般的并列用词,一呼一吸阴柔精准;通感;反义词汇的糅合表达矛盾却统一的感受;心理描写过程中突然抽笔离去转向外部...
评分有这一篇就足够了。贯穿我过去生命中的癫狂,反复,绝望,渎神,冷静与自嘲都在里面找到了共鸣。甚至向理想主义与直接的审美体验也投去了质疑的石块。蜻蜓点水般的并列用词,一呼一吸阴柔精准;通感;反义词汇的糅合表达矛盾却统一的感受;心理描写过程中突然抽笔离去转向外部...
评分乍一看這作品的浪漫主義顯示與想像並非想其他作品那麼明確清晰,讓人似乎找不到什麼是現實的什麼是想像的。但仔細看來又像其他浪漫主義的作品那樣特徵明確。比如LENZ對藝術的看法。 要理解這本書最關鍵的是要搞清楚LENZ的恐懼究竟是什麼。Georg Büchner對現實和想像是什麼態度...
评分乍一看這作品的浪漫主義顯示與想像並非想其他作品那麼明確清晰,讓人似乎找不到什麼是現實的什麼是想像的。但仔細看來又像其他浪漫主義的作品那樣特徵明確。比如LENZ對藝術的看法。 要理解這本書最關鍵的是要搞清楚LENZ的恐懼究竟是什麼。Georg Büchner對現實和想像是什麼態度...
相较于那些充斥着宏大叙事的文学作品,这本书展现了一种令人耳目一新的“微观史诗感”。作者的笔触非常聚焦,似乎只关注于一个不起眼的小社区或者一个家族内部的细枝末节,但恰恰是从这些日常的、近乎琐碎的生活切片中,我们得以窥见时代洪流是如何无声无息地碾过个体的命运。没有惊天动地的革命场面,没有拯救世界的英雄壮举,只有邻里间的摩擦、家庭内部的秘密、以及个体在面对环境变化时的微妙挣扎。正是这种“以小见大”的叙事策略,使得人物的痛苦和喜悦显得尤为真实和具有代入感。它证明了最深刻的人类故事,往往就隐藏在我们日常生活中那些不被注意的角落里,等待着有心人去捕捉和记录。
评分这本书的氛围简直让人沉浸其中,那种老旧的、带着灰尘味道的纸张触感仿佛能透过文字传递出来。作者对于细节的描绘达到了令人咋舌的地步,每一个场景、每一个人物的动作,都像是用最精密的镜头捕捉下来的一样,清晰得让人不由自主地屏住呼吸,生怕错过了任何一个微妙的转折。我尤其欣赏那种叙事节奏的把控,时而如山涧清泉般潺潺流淌,细致入微地铺陈情感的暗流;时而又像突然爆发的雷霆,将所有积蓄的情绪瞬间炸裂,让人措手不及,读完后久久不能平复。故事中的那些哲学思辨,并非空泛的说教,而是自然地融入了角色的困境与选择之中,让人在跟随他们的命运起伏时,也对自己的人生观产生了新的审视。这本书的魅力在于它的“不完美”,那些留白的、留给读者想象的空间,才是它最引人入胜的部分,每一次重读,似乎都能发现新的解读维度。
评分初翻开这本小说时,我本以为会是一场平淡无奇的旅程,谁知却被卷入了一个由复杂人际关系和层层谜团构筑的迷宫。叙事者的高明之处在于,他似乎对“真相”的呈现保持着一种近乎冷酷的疏离感,所有的信息都经过了精心的筛选和扭曲,读者就像一个试图拼凑破碎镜子的侦探,必须依靠蛛丝马迹去重构事件的全貌。这种互动性极强的阅读体验,极大地满足了我对情节深度挖掘的渴望。更难能可贵的是,即便是那些被描述为“反派”的角色,其动机也深植于时代的局限或无法挣脱的宿命中,读来令人不胜唏嘘,难以简单地用“好”与“坏”来界定。整本书的基调是低沉而厚重的,像一块经过千年风霜的岩石,粗粝的外表下蕴藏着令人敬畏的历史重量。
评分我得承认,这本书的语言风格对我来说是个不小的挑战,它摒弃了时下流行的简洁明快,转而采用了一种近乎巴洛克式的繁复和华丽。句子结构常常冗长复杂,充满了古典文学的韵味和偶尔出现的异域词汇,初读时确实需要放慢速度,甚至需要借助词典来捕捉那些精确的语境。然而,一旦适应了这种节奏,就会发现这份“不便”恰恰是作者精心雕琢的艺术体现。这种语言密度,赋予了文本一种近乎音乐般的韵律感,每一个词语的选择都像是经过反复锤炼的音符,共同演奏出一曲关于时间流逝与人性微茫的宏大交响乐。它不追求轻松愉悦的消遣,而是致力于构建一个需要读者付出智力投入才能完全领会的、自洽而精密的文字世界。
评分这本书最让我感到震撼的,是它对于“记忆”这一主题近乎偏执的探讨。作者似乎对时间这条单行道有着深刻的不满,并通过多重时间线的交错和回忆片段的穿插,构建了一个可以被反复修改和重新演绎的内心景观。你永远无法确定你所阅读到的“现在”是否是故事真正的核心,因为每一个角色的叙述都深受其过去经历的影响,甚至被刻意扭曲。这种对主观现实的不断解构,让人产生一种强烈的眩晕感——究竟什么是真实发生过的?作者似乎在暗示,我们所生存的现实,不过是无数个被选择、被美化或被遗忘的“记忆碎片”的临时聚合体。这种存在主义式的焦虑,贯穿始终,令人回味无穷。
评分das Dasein war ihm eine notwendige Last
评分毕希纳应该和伦茨有不少共鸣吧,处处透露着怜惜,疯癫的状态竟描写得有点唯美
评分毕希纳应该和伦茨有不少共鸣吧,处处透露着怜惜,疯癫的状态竟描写得有点唯美
评分das Dasein war ihm eine notwendige Last
评分讀完后無感,維基之,得了一些該文本的外圍資料:該篇在畢希納死後出版,研究者認為此為殘篇(楞次摔下樓處內容上有明顯斷層,文本起於楞次趕往Waldbach投奔牧師Oberlin路上,終於被送往斯特拉斯堡,前因後果都沒有交代。故意為之的概率比較小)。維基又說幾乎一半的內容逐字抄錄自Oberlin對於楞次的日記/記錄。(福柯:什麽是作者?)個人觀點:畢希納寫作此篇,本意可能不在發表,因而直接抄錄而不加編輯或引註,似無可厚非,不應被指抄襲;是否該把此文歸為“作品”,似待商榷。內容主要描寫了楞次日益惡化的精神狀態,精神失常的原因和荷爾德林類似,都是因為女人。Friederike為多情郎歌德“始亂終棄”(後者倒是因此留下了有名的Sesenheim-Lieder),楞次愛不得,鬱結成疾。
本站所有内容均为互联网搜索引擎提供的公开搜索信息,本站不存储任何数据与内容,任何内容与数据均与本站无关,如有需要请联系相关搜索引擎包括但不限于百度,google,bing,sogou 等
© 2026 qciss.net All Rights Reserved. 小哈图书下载中心 版权所有