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好的,这是一份关于一本名为《Deutungsmacht und gesellschaftlicher Wandel: Neue Perspektiven in den Sozialwissenschaften》的图书简介,此书内容与您提到的《Globalisierungswelten》完全不相关。 --- 图书简介:《Deutungsmacht und gesellschaftlicher Wandel: Neue Perspektiven in den Sozialwissenschaften》 作者: Prof. Dr. Elias Richter & Dr. Sabine Müller (Herausgeber) 出版社: Universitätstverlag für Sozialforschung 出版年份: 2024 页数: 680 Seiten ISBN: 978-3-948872-11-5 Inhaltliche Zusammenfassung 《Deutungsmacht und gesellschaftlicher Wandel: Neue Perspektiven in den Sozialwissenschaften》 ist eine tiefgreifende und interdisziplinäre Sammlung von Originalbeiträgen, die sich kritisch mit der zentralen Rolle von Interpretationshoheit (Deutungsmacht) in der Strukturierung, Legitimation und Transformation moderner Gesellschaften auseinandersetzt. Das Werk bündelt Forschungsergebnisse aus der Soziologie, Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Philosophie, um zu beleuchten, wie dominante Narrative geformt, verbreitet und herausgefordert werden und welche Konsequenzen dies für soziale Ungleichheit, politische Teilhabe und kulturelle Kohäsion hat. Das Buch adressiert die komplexe Dynamik, in der bestimmte Akteure – seien es politische Eliten, Medieninstitutionen, wissenschaftliche Diskurse oder technologische Plattformen – die Fähigkeit besitzen, die Realitätswahrnehmung großer Bevölkerungsgruppen maßgeblich zu prägen. Dabei wird der Fokus nicht nur auf die Erzeugung von Bedeutung gelegt, sondern ebenso auf die Verhinderung von Deutungen und die Mechanismen der epistemischen Exklusion. Teil I: Theoretische Fundamente der Deutungsmacht Der erste Abschnitt etabliert das theoretische Rahmenwerk. Er rekapituliert klassische Ansätze (von Bourdieu über Foucault bis hin zu Habermas) und entwickelt diese unter Berücksichtigung neuer Herausforderungen des digitalen Zeitalters weiter. Ein Schwerpunkt liegt auf der Konzeptualisierung von "Narrativer Hegemonie" im Kontext von Krisenkommunikation. Kapitel 1: Die Architektonik der Wirklichkeit: Eine Neubewertung des Verhältnisses zwischen Sprache, Macht und sozialer Konstruktion. Es wird argumentiert, dass Deutungsmacht primär die Definition des Gültigkeitsraumes für soziale Fakten darstellt. Kapitel 3: Symbolische Gewalt und die Ökonomie der Aufmerksamkeit: Die Autoren untersuchen, wie begrenzte Aufmerksamkeitsressourcen als Verteilungsmechanismus für Deutungsangebote fungieren und somit informelle Hierarchien etablieren. Besonderes Augenmerk liegt auf der Rolle von Algorithmen als „Gatekeeper der Interpretation“. Teil II: Institutionelle Arenen der Interpretation Dieser Teil widmet sich den konkreten Schauplätzen, an denen Deutungskämpfe ausgetragen werden. Die Beiträge analysieren die spezifischen Mechanismen, durch die Institutionen versuchen, ihre Deutungshoheit zu sichern oder durch externe Akteure untergraben werden. Justiz und Rechtsprechung: Eine Fallstudie zur juristischen Rahmung sozialer Phänomene (z.B. bei Umweltklagen oder Migrationsdebatten). Es wird untersucht, wie juristische Sprache als mächtiges Werkzeug zur Legitimierung von Machtverhältnissen eingesetzt wird, indem sie bestimmte Handlungsweisen als "rechtmäßig" oder "rechtswidrig" festschreibt. Wissenschafts- und Expertenkulturen: Die Beiträge beleuchten die problematische Verschränkung von Forschungsgeldern, politischer Agenda und der öffentlichen Darstellung wissenschaftlicher Ergebnisse. Die Analyse fokussiert auf die Delegitimierung von wissenschaftlichen Positionen, die der herrschenden Meinung widersprechen, und die Entstehung von "Pseudo-Experten"-Kulturen als Reaktion. Der öffentliche Sektor und Verwaltungsrationalität: Hier wird untersucht, wie bürokratische Prozesse und Klassifikationssysteme (z.B. bei der Vergabe von Sozialleistungen oder in der Kriminalstatistik) implizit bestimmte Deutungen über Klienten oder Problemgruppen festschreiben und somit dauerhafte soziale Stigmatisierungen erzeugen. Teil III: Digitalisierung und die Erosion der Deutungskontrolle Der dritte und umfangreichste Teil widmet sich den tiefgreifenden Verschiebungen, die durch die Verbreitung digitaler Technologien und sozialer Medien in die Landschaft der Deutungsmacht eingetreten sind. Die Fragmentierung der epistemischen Autorität: Die traditionell hierarchischen Kommunikationswege werden durch dezentrale Netzwerke ersetzt. Die Autoren analysieren, wie diese Dezentralisierung sowohl neue Formen der kritischen Artikulation ermöglicht als auch die Resilienz gegenüber Desinformation schwächt, da der gemeinsame Bezugsrahmen für Fakten zerfällt. Emotionalisierung und Affektive Politik: Es wird gezeigt, wie bestimmte politische Akteure gezielt auf affektive Aufladung (Wut, Angst, Empörung) setzen, um komplexe Sachverhalte zu vereinfachen und rationale Auseinandersetzung zu umgehen. Die emotionale Deutung wird zur dominanten Währung im politischen Diskurs. Meta-Kommunikation und der Kampf um den Rahmen: Die Forschungseinheit untersucht Phänomene wie "Whataboutism" oder die bewusste Adressierung von "Fake News"-Vorwürfen. Hier geht es nicht mehr nur um den Inhalt einer Aussage, sondern um die Deutungshoheit über die Art der Debatte selbst – wer darf definieren, was diskutierbar ist und welche Regeln gelten. Spezifische Forschungsschwerpunkte und Methoden Das Buch zeichnet sich durch die Anwendung qualitativ-empirischer Methoden aus, darunter Diskursanalyse, Frame-Analyse von Medienberichterstattung über einen Zeitraum von zwei Jahrzehnten, sowie qualitative Interviews mit Schlüsselakteuren aus Politikberatung und Medienschaffenden. Die theoretische Stärke liegt in der Synthese von kritischer Theorie mit empirisch fundierten Beobachtungen der digitalen Soziologie. Zielgruppe Das Werk richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Sozialwissenschaften, Politikinteressierte, Journalisten, Kulturtheoretiker sowie Studierende fortgeschrittener Semester, die ein fundiertes Verständnis dafür entwickeln möchten, wie soziale Wirklichkeit durch Machtakteure interpretiert und konstruiert wird. Es bietet eine notwendige theoretische und empirische Grundlage für das Verständnis aktueller gesellschaftlicher Konflikte, die oft als Kriege der Erzählungen geführt werden. ---